Geschichte

Der Gesamtverband

1899 gründete Agnes Neuhaus in Dortmund einen "Katholischen Fürsorgeverein". Zweck war laut § 1 der Satzung von 1902 "Schutz und Rettung sittlich gefährdeter und gefallener Mädchen und Frauen sowie der verwahrlosten Jugend". Der Verein, in dem zunächst ausschließlich Frauen ehrenamtlich arbeiteten, breitete sich sehr schnell über ganz Deutschland aus. Die Frauen begannen mit der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen, gründeten Fortbildungsschulen und können heute als Pionierinnen einer professionellen Sozialarbeit angesehen werden.

In den Folgejahren bestanden die inzwischen zum Verband vernetzten Fürsorgevereine wechselvolle und steigende Herausforderungen im Gefolge gewaltiger politischer und sozialer Umwälzungen: Der Erste Weltkrieg mit der Folge von Massen-Armut und -Verelendung, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg mit seinen schlimmen Verlusten an Menschen, materiellen und geistigen Werten.
1968 wurden die "Katholischen Fürsorgevereine" umbenannt in "Sozialdienst katholischer Frauen, SkF".

Der SkF e.V. Wuppertal

Der SkF e.V. Wuppertal entstand am 1. Oktober 2006 durch die Zusammenführung der beiden Ortsvereine SkF e.V. Wuppertal-Elberfeld und SkF e.V. Wuppertal-Barmen. Zuvor hatten diese beiden Vereine rund 100 Jahre lang eigenständig ihre selbst ausgewählten caritativen Aufgaben wahrgenommen und weiterentwickelt.

Der SkF e.V. Elberfeld fußt auf dem "Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder, Elberfeld", der auf Initiative von Kaplan Dr. Carl Sonnenschein 1906 gegründet wurde. In ihm wirkten zunächst ehrenamtlich tätige Frauen bevorzugt aus der katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu, Elberfeld.

Der SkF e.V. Barmen geht zurück auf den 1908 gegründeten "Katholischen Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder, Barmen". Dieser wurde auf Anregung der Lehrerin Anna Heinen von engagierten Frauen der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius in Barmen ins Leben gerufen.

In beiden Fürsorgevereinen kümmerten sich zunächst ehrenamtliche Kräfte um Frauen, Mädchen und Kinder in Notsituationen. Die starke Entwicklung und Ausbreitung der Hilfsbedürftigkeit erforderte jedoch in den Folgejahren - besonders nach dem Ersten Weltkrieg - zunehmend den Einsatz beruflicher Fachkräfte.